Taubenfüttern in Marburg verboten

Marburg (PM). In Marburg gilt nach der Straßenordnung ein Fütterungsverbot für Tauben, wie der Magistrat der Universitätsstadt Marburg mitteilt. Die Einhaltung wird durch die Ordnungsbehörde überwacht. Zuwiderhandlungen können mit einer Geldbuße in Höhe von 5 bis 5.000 Euro geahndet werden.

Auf diesem Weg soll wirksam und tierschutzgerecht mit Tauben in der Stadt umgegangen werden. Reduziert sich das Nahrungsangebot dauerhaft, verringert sich auch die Taubenpopulation und die Zahl der wilden Tauben wird gering gehalten.

Die Tatsache, dass Tauben vielerorts das Stadtbild prägen, führt zu geteilten Meinungen in der Bevölkerung. So gilt die Taube einerseits als Symbol des Friedens. In Venedig wäre der Markusplatz ebenso wie in London der Trafalgar Square ohne Tauben kaum vorstellbar. Andererseits vermehren sich Tauben sehr schnell, wenn sie gefüttert werden. Dies führt zu stärkeren Verunreinigungen in den Städten durch Taubenkot.

Entscheidend ist: Das Taubenfüttern bewirkt nicht das von vielen beabsichtigte „bessere Leben“ für die Tiere, sondern genau das Gegenteil. Fütterung und Stadtklima ermöglichen praktisch eine Fortpflanzung das ganze Jahr über. Eine hohe Taubenanzahl schadet auch den Tauben: Stress nimmt zu, Krankheiten und Parasiten treten häufiger auf.

Von der Fütterung der Tauben und dem heute achtlos weggeworfenen Wohlstandmüll (wie Süßigkeiten, Pommes Frites, Brot, Brötchen) profitieren letztendlich auch unerwünschte Kostgänger: die Ratten.

Taubenkot kann zu Schäden an Gebäuden, insbesondere Baudenkmälern und möglicherweise auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Übertragung von Krankheitserregern führen.Tauben

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